ÜBER UNS - DIE THEATERGRUPPE PFAFFSTÄTTEN

Unsere Motivation

Spaß am Theaterspiel in Verbindung mit der Möglichkeit, verschiedene Projekte finanziell zu unterstützen.

Der zeitliche Aufwand ist beträchtlich:
Insgesamt werden von allen Darstellern und Helfern ab dem Beginn der Stücksuche bis zu den Vorstellungen rund 2.000 Stunden investiert – das entspricht etwa einem Arbeitsjahr.

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15 JAHRE THEATERGRUPPE PFAFFSTÄTTEN

von: Manfred Polt, Obmann der Theatergruppe Pfaffstätten

Am Anfang war eine kühne Idee. Theater spielen. Ein ausgezeichneter Plan. Aber was, wo und vor allem - wer? Wie kommt man zu einem Stück? Wer sorgt für das Bühnenbild? Wer führt Regie? Wer kümmert sich um die Maske? Wer ist zuständig für die Requisiten? Wie geht das mit dem Licht? Wer bedient den Vorhang? Wer sitzt bei der Kassa? Wer übernimmt die Garderobe?

Als Christl Brenner vor 15 Jahren den Entschluss fasste, in Pfaffstätten eine Theatergruppe zu gründen, türmte sich vor ihr ein Berg von Fragen auf, die zu beantworten waren.

Inzwischen ist die Theatergruppe Pfaffstätten ein fixer Bestandteil des Kulturprogramms in unserem liebenswerten Ort. Begonnen hat es 2001 dezent mit zwei Vorstellungen. 2006 wurde aufgrund des anhaltenden Erfolges bereits an vier Abenden gespielt, dazu kam die öffentliche Generalprobe, für die es keinen Kartenverkauf gibt. Eine Schallmauer wurde durchbrochen: über 1000 Zuschauer sahen im Gemeindezentrum "Eine verhängnisvolle Nacht". Seither wurde die 1000er-Grenze nicht mehr unterschritten - Laiendarsteller-Herz, was willst du mehr...

Das Außergewöhnliche an uns ist, dass wir den Großteil des Erlöses spenden. Ein (zweckgebundenes) Drittel erhält die Pfarre Pfaffstätten, aus der die Theatergruppe ursprünglich entstanden ist. Zu Beginn wurde auch im Pfarrheim geprobt, auch die Kulisse wurde dort gelagert. In der Vergangenheit wurden unter anderem neue Ministrantengewänder gekauft, die Orgelrenovierung, die Sanierung des Kirchendaches und der Fenster im Pfarrheim unterstützt, ein neuer Schriftenstand und die Restaurierung der Engelsfresken finanziert.

Das zweite Drittel wird karitativ weiter gegeben. Die Verwendungszweck reicht von einem schwer kranken Pfaffstättner Mädchen, dem eine Pferdetherapie finanziert wurde, über die Unterstützung bedürftiger Familien aus Pfaffstätten bis hin zu Zuwendungen an MOKI (mobile Kinderkrankenpflege) und an das Psychosoziale Zentrum der Kolpingfamilie in Baden. Insgesamt wurden von uns in den vergangenen 14 Jahren 72.077,36 Euro gespendet. Das entspricht fast einer Million Schilling, genau sind es 991.806,10 Schilling.

Das letzte Drittel bleibt bei der Gruppe, um laufende Kosten und Neuanschaffungen zu bezahlen. So haben wir 2009 die Lichtanlage gekauft, die sich in rund sieben Jahren amortisiert haben wird. Das Bühnenbild und jede Menge Requisiten und Kostüme werden inzwischen in angemieteten Räumlichkeiten gelagert. Auch neue Tafeln für das Bühnenbild wurden in Auftrag gegeben, ein Laptop samt Kartenverkaufsprogramm gekauft usw.

Das Spiel für die gute Sache hat sich herum gesprochen. Dass jährlich so viel Geld eingespielt werden kann, ist auch rund 25 "Sponsoren" und 35 außerordentlichen Mitgliedern zu verdanken, die durch Bar- und Sachleistungen den Reinerlös enorm heben. Außerdem sorgen rund 60 freiwillige Helfer für einen reibungslosen Ablauf. Vom Buffet bis zur Abendgarderobe, von der Abendkassa bis zum Vorhang, von der Grundierung des Bühnenbildes bis zum Fotografieren der Premiere - ohne die vielen "Helferlein" wäre es unmöglich, ein professionelles Umfeld zu schaffen.

Um Unabhängigkeit und Transparenz zu gewährleisten, beschloss die Gruppe im Frühjahr 2006, einen Verein zu gründen. Rund 20 ordentliche Mitglieder werden derzeit geführt. Der Vorstand wird von sechs Mitgliedern gebildet, dazu kommen zwei unabhängige Rechnungsprüfer.

Mit Stolz dürfen wir sagen, dass uns die Quadratur des Kreises gelungen ist. Wir haben Spaß am Theaterspiel. Sie, verehrte Zuseher, verbringen einen vergnüglichen Abend. Und jenen Personen und Vertretern der Institutionen, die Spenden erhalten, zaubern wir gemeinsam ein Lächeln und ein wenig Zuversicht ins Gesicht. Es gibt nur Gewinner und das soll so bleiben. Wir freuen uns auf die nächsten 15 Jahre.